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Technische Leistung Menschliche Werte

Durchflusszytometrie

Die Durchflusszytometrie ist eine Methode zur Messung zellulärer (partikulärer) Bestandteile aus einer Suspension mittels Detektion charakteristischer Lichtsignale; weitere Details siehe Immustatus.

1. Untersuchungsangebot, Probenvolumen/ Material, Probenlagerung/ Transport und Probenalter

UntersuchungProbenvolumen/ MaterialLagerung / TransportProbenalter
Immunstatus/ Lymphozytendifferenzierung
 ergänzend anfordern:
    CD38 Expression auf CD8+T-Zellen
     Naive und „Memory“  T-Zellsubpop.
2,7 ml EDTA-Blut  20º - 25º C  bis 24 h
CD20+ B-Lymphozyten (Therapiekontrolle)  2,7 ml EDTA-Blut  20º - 25º C  bis 24 h
CD 57+ NK-Zellen (chronische Borreliose) 2,7 ml EDTA-Blut 20° - 25° C bis 24 h
Lymphom- (Leukämie-) Immunphänotypisierung  2 x 2,7 ml EDTA-Blut   20º - 25º C  bis 24 h

Tabelle 1: Derzeit etablierte durchflusszytometrische Untersuchungsmethoden.

Bei Fragen zu Diagnostik/ Untersuchungsmethoden und Literatur steht Ihnen das Labor gerne zur Verfügung.

 

2. Lymphozytendifferenzierung (zellulärer Immunstatus)

Neben den aufgeführten Antigenen, über die die Hauptpopulationen der Lymphozyten nachgewiesen werden, kann das Untersuchungsspektrum um weitere relevante Marker erweitert werden, um u.a. eine Aussage über die Zellaktivierung oder den Grad der Ausdifferenzierung zu ermöglichen. Bei entsprechender Verdachtsdiagnose können die Ergebnisse Hinweise auf angeborene bzw. erworbene Immundefekte, auf infekt- und therapiebedingte Zustände sowie auf das Vorliegen von Leukämien bzw. Lymphomen geben.

Die Ergebnisse von Kinderproben werden anhand einer altersspezifischen Referenzbereichstabelle beurteilt.

Lymphozyten-SubpopulationNachweis-AntigeneReferenzbereiche
Zellen/µl
Referenzbereiche
relativ (%)
B-Lymphozyten  CD19+ 100 - 500 6 - 19
Natürliche Killer (NK)-Zellen   CD3+CD16/56+ 60 - 500 5 - 28
T-Lymphozyten CD3+ 700 - 2100 51 - 85
CD4+T-Zellen  CD3+CD4+ 400 - 1400 29 - 59
CD8+ (zytotoxische) T-Zellen  CD3+CD8+ 200 - 900 10 - 39
CD4/CD8 –Quotient        1,0 - 3,6 (Ratio)
Aktvierte (HLA-DR+) T-Zellen  CD3+HLA-DR+  60 - 300 3 - 15

Tabelle 2: Referenzbereiche für die Zellzahlen bzw. Relativanteile verschiedener Lymphozytensubpopulationen bei Erwachsenen angepasst an das laborspezifische Aufarbeitungs-und Messprotokoll. Die Werte sind verfahrensabhängig, weshalb jeweils die mit dem Befund übermittelten Referenzbereiche gültig sind. Literatur auf Anfrage im Labor erhältlich.

 

AnalytVorkommen und mögliche Ursachen einer Veränderung
 CD3+ Alle reifen T-Zellen im peripheren Blut.
Eine Vermehrung tritt bei manchen Infektionen, Leukämien und Lymphomen auf.  Verminderte Werte finden sich vor allem bei Immundefekten, bestimmten Infektionen, Radiatio und Medikation mit Steroiden, Zytostatika und Cyclosporin A.
 CD3+CD4+ T-Zell-Subpopulation mit hauptsächlich helfender Aktivität (Helferzellen).
Das CD4-Molekül dieser Subpopulation dient als Membranrezeptor für HIV. Daher ist die absolute Anzahl CD4-positiver Zellen bei HIV Infizierten von besonderer Relevanz. Bei einer Zahl < 400/µl ist von einer Insuffizienz des zellulären Systems auszugehen.
 CD3+CD8+ T-Zell-Subpopulation, die überwiegend für zytotoxische Mechanismen verantwortlich ist. 
Bei manchen Virusinfektionen (z.B. infektiöse Mononukleose) können extrem hohe Zellzahlen auftreten. Verminderung u.a. bei manchen Autoimmunerkrankungen.
 CD4/CD8-Quotient  Ein erniedrigtes CD4/CD8-Verhältnis findet man bei Defektimmunopathien, typischerweise beim 'AIDS-related Complex' oder 'full-blown AIDS'. Erhöhte Werte können passager bei Virusinfekten, bei Autoimmunopathien und bei fortgeschrittenen Stadien maligner Tumore auftreten. 
 CD19+ Alle reifen B-Zellen des peripheren Blutes.
Vermehrung bei reaktiven Prozessen und bei B-Zelllymphomen bzw. –leukämien. Verminderung bei Immunschwächeerkrankungen und bei bestimmten Therapieansätzen.
 CD3-CD16/56+ Natürliche Killerzellen (NK-Zellen)
Eine Vermehrung kann ein Hinweis auf eine Aktivierung der unspezifischen (angeborenen) Immunabwehr sein und wird bei einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Erkrankungen gefunden.
 CD3+CD16/56+ T-Zellen mit Aktivität natürlicher Killerzellen (NKT-Zellen)
Eine Vermehrung findet man bei Virusinfekten oder lokalen Entzündungen der Haut oder Schleimhaut.
 CD3+HLA-DR+
 CD3+CD25+ 
Aktivierte T-Lymphozyten
HLA-DR (MHC II-Antigenexpression) wird auch von B-Lymphozyten exprimiert und hat eine Schlüsselrolle bei der Antigenkennung und Antigenpräsentation. CD25 (IL2-Rezeptor) ist in erster Linie ein Aktivierungsmarker der CD4+T-Zellen, während HLA-DR meist für eine Aktivierung der CD8+ (zytotoxischen) T-Zellen spricht.
 CD45RA/CD197
 auf T-Zellsubpop.
Naive und Memory T-Zellsubpopulationen
Die Bestimmung dieser Kombinationen auf T-Zellsubpopulationen (z.B. CD4+T-Zellen) dient der Differenzierung von Zellen  ohne Antigenkontakt (naive) und von Zellen nach Antigenkontakt (memory). Das Verhältnis der Populationen zueinander ist stark altersabhängig und erlaubt Rückschlüsse auf die Immunitätslage.

 

CD20+ B-Zellen

Bei dieser Untersuchung werden T-, B- und NK-Lymphozyten sowie CD20+ B-Zellen bestimmt. Das Parameterspektrum ist zur Überwachung von Therapieansätzen mit CD20-Antikörpern (Rituximab) außerhalb der Lymphomtherapie gedacht.