Venenblutentnahme unter Standardbedingungen
- Die Blutentnahme sollte zwischen 8 und 9 Uhr, nach einer Nüchternperiode des Patienten von 8-12 Std. erfolgen.
- Nach einer Ruhezeit (sitzend oder liegend) von mindestens 10 Min. kann dem Patienten Blut aus einer gut gefüllten Vene, nach vorheriger Desinfektion, entnommen werden.
- Es sollte möglichst keine Entnahme aus liegenden venösen oder arteriellen Zugängen erfolgen. Besteht keine andere Möglichkeit, sollte mindestens das 10-fache des Totvolumens des Katheters vorab entnommen und verworfen werden.
- Die Staubinde wird handbreit oberhalb der vorgesehenen Einstichstelle angelegt (bei Entnahme am Arm).
- Zum Einstechen der Kanüle max. 1 Min. stauen, der Einstich muss streng intravenös erfolgen. Die Haut wird gegen die Stichrichtung gespannt und die Schliffseite der Kanüle nach oben gerichtet.
- Die Stauung kann gelöst werden, sobald Blut in die Röhrchen läuft.
- Die Punktionsstelle nach Entfernen der Kanüle ausreichend lange mit einem Tupfer unter ausreichendem Druck verschließen.
Reihenfolge der Venenblutentnahme
1. Blutkulturen
2. Nativblut (Vollblut/ Serum)
3. Citratblut (Gerinnung)
4. EDTA- / Heparinblut
5. Fluoridblut
Blutentnahmeröhrchen mit Antikoagulantienzusatz müssen umgehend mehrfach "über Kopf" geschwenkt werden, um eine vollständige Durchmischung zu erreichen.